Installation und Test openSUSE 11
Der Start
Heute installiere ich testweise noch mal openSUSE 11.0 auf meinem Aspire One. Die Installation geschieht mangels CD-Laufwerk wieder von einem USB-Stick. Wie man einen USB-Stick mit einem bootfähigem Linux bespielt habe ich hier beschrieben.
Das Live-System
Den AAO neu starten und beim Boot-Screen die F12-Taste drücken, dann den USB-Stick (2. Eintrag) als Boot-Medium auswählen und schon startet die Linux-Distribution.
Die Installation
Ich habe schon weitere Distributionen ausprobiert (Debian, Ubuntu, XUbuntu, Puppy Linux, …).
Die Installation geschieht , anders als gewohnt, im Text-Modus. Hintergrund ist, dass SUSE den Installer lädt und dieser die CD nicht findet. Also wird die Installation über FTP oder HTTP durchgeführt.

Abb: openSUSE Boot-Loader
Als erstes muss man durch die diversen Menüs durch

Abb: openSUSE Hauptmenü / Installation
Also Installation auswählen, dann Netzwerk (Achtung, geht nur mit Kabel, da WLAN hier nicht aktiv)

Dann wählt am besten den FTP-Modus aus

Dann wählt bitte eth0 aus (Das ist die Netzwerkkarte)

Wenn Euer Router DHCP unterstützt, bzw. Ihr DHCP aktiviert habt, dann hier auf JA. Bei Nein müsst Ihr ansonsten Eure IP-Adresse, die Subnet-Mask, … manuell eingeben

Als nächstes benötigt Ihr die IP-Adresse eines openSUSE Spiegelservers, die Ihr bei openSUSE bekommt.
Geht dazu mit einem weiteren Rechner auf die Webseite von openSUSE (http://de.opensuse.org/Spiegelserver_der_stabilen_Version#Deutschland), sucht Euch einen Spiegelserver aus und öffnet dann über Windows-START / Ausführen das Ausführungsfenster und startet mit cmd + [Enter] eine DOS-Konsole, hier gebt Ihr ping ind die ftp-Adresse des Speigelservers ein (also z.B.: ftp://sunsite.informatik.rwth-aachen.de ein und Ihr bekommt die IP-Adresse des Servers als Ergebnis angezeigt. In diesem Falle ist es heute die 137.226.34.227. Diese Nummer gebt Ihr in das folgende Fenster ein.

Mit Enter will nun das Verzeichnis eingegeben werden, in dem sich das System befindet.
Dazu könnt Ihr Euch im Internet mit dem Browser auf dem FTP-Server mal durchklicken und dann alles abschreiben. Meist unterscheiden sich nähmlich die Verzeihnisangaben auf den einzelnen Spiegelservern.

In diesem Falle wäre es also /pub/comp/Linux/opensuse/distribution/11.0/repo/oss/ was Ihr eingeben müsstet.

OK, dann lädt open SUSE das Installationsprogramm

Und geht viel hübscher weiter, aber erst nach ca. 2-3 Stunden.

Es folgend die üblichen Einstellungen, hier die Länderangaben, dann Weiter

Dann hier die Neuinstallation auswählen. (EIn Update würde auch so funktionieren) und Weiter

Dann Zeitzone und Zeit eingeben, Weiter

Jetzt kommt es: Gnome oder KDE (oder XFCE). Ich würde KDE 3.5 ode 4.0 nicht installieren, da KDE sehr auf grafischen BimBam setzt und z.T. doch gehörig die Ressourcen des AAO belasten würde. XFCE würde ich nicht nehmren, da hier keine Windows Freigaben (Samba) ohne Zusatztools und Änderungen möglich ist.
Gnome ist hier meine Wahl. Also den Radio Button Gnome ausgewählt und Weiter

Das Partitionieren des Festplatte ist so eine Sache. Ich habe einfach auf Gesamte Festplatte geklickt und die Vorschläge akzeptiert.

Gut, nun die Userangaben machen und vor allem das Passwort merken, aufschreiben, weglegen, ….
und Weiter

openSUSE fasst nochmal alles zusammen und dann Installieren klicken

Noch eine Sicherheitsabfrage

und los geht es. Das dauert wieder mal so 1-2 Stunden

Dann kann man sich währen der Installation die drei Reiter mal ansehen
- Diashow liefert Informationen zur Installation
- Details liefert Informationen zu den gerade installierten Paketen und den Fortschritten


Wenn openSUSE dann durch ist wird die Konfiguration abgeschlossen…..

… und es startet openSUSE mit einer Fehlermeldun, die aber ersteinmnal keine Auswirkungen hat.
Die neuesten Aktualisierungen sollte man sich gleich herunterladen.


So steht der openSUSE Desktop unter Gnome nach dem Bootvorgang zur Verfügung, klar und aufgeräumt.

Über YAST und YAST2 wird openSUSE gesteuert und konfiguriert.
Als erstes musste ich die Bildschirmparameter ändern, da openSUSE den AAO mit 800×600 Pixeln erkennt und das Bild so nicht ganz deutlich ist.
Diese Anzeige ist noch unter 800×600, …

… diese Anzeige ist mit 1024×600 deutlich klarer und es passen vor allem mehr Informationen auf den Bildschirm.

Die SDHC-Karte im rechten Schacht (Storage Extensio) funktioniert, muss aber beim Booten bereits eingelegt sein. Außerdem wird Sie nur als normale SDHC-Karte behandelt, ergänzt also nicht wie unter Linpus die SSD.

Die Fotoanzeige ist auch funktionsfähig, genauso wie

OpenOffice 2.4 und …

die WebCam

Der TaskManager gibt Auskunft über CPU, Speicher und Netzwerk-Traffic

Das Dateisystem. Hier sieht man, dass openSUSE ca. 3GB für das System mit den Basisanwendungen benötigt

Auch openSUSE erkennt den Intel Atom N270 als 2-Kern CPU, obwohl er nur einen Kern hat.


Und wieder gibt es Sicherheitsupdates:

So nun schnell die Funktionstasten des AAO durchtesten:
| Key / Taste | Funktion | Ergebnis |
| [Fn] + [<] [Fn] + [>] |
Bildschirmhelligkeit rauf / runter | funktioniert |
| [Fn] + [^] [Fn] + [v] |
Lautsprecher lauter / leiser | funktioniert |
| [Fn] + [Bild ^] [Fn] + [Bild v] |
Pos1 / Ende | funktioniert |
| [Fn] + [Rol v] [Fn] + [Num v] [v] |
Rollen / Numeric / Caps Lock | funktioniert |
| [Fn] + [F8] | Lautsprecher an / aus | funktioniert |
| [Fn] + [F7] | Touchpad an / aus | funktioniert |
| [Fn] + [F6] | Monitorbeleuchtung aus | funktioniert |
| [Fn] + [F5] | externer Bildschirm an VGA | nicht getestet |
| [Fn] + [F4] | Stand-By Mode | funktioniert |
| [HAUS] | Startmenü | funktioniert |
| Touchpad | Scrollen horizontal / Vertikal | funktioniert |
| WLAN-Schalter | Schaltet WLAN au/aus mit gelber LED | funktioniert nicht |
Ich war überrascht, dass doch viele Funktionen sofort funktionieren. Ich denke aber mal dass einige über das BIOS angerufen werden (Helligkeit, Lautstärke, …) und somit leicht zu implementieren waren.
Aber der linke Kartenschacht geht nicht, WLAN ist ohne Funktion, Stand-by funktioniert, Hybernate nicht.
Warum geht es jetzt hier nicht weiter?
Ganz einfach. Das System bootet mit über 3 Minuten, läuft dann stabil, aber ein Stand-By oder andere Ereignisse bringen openSUSE stark ins schwitzen. Das System läuft seeehhhrrr langsam und ist doch recht instabil..
Schade, aber da muss man entweder noch warten oder aber eine Alternative nutzen.
Mal sehen wie es weiter geht.