Installation und Test XUBUNTU 8.04
Der Start
So nun soll es losgehen, begleitet mich auf dem Weg. Heute installiere ich XUBUNTU auf meinem Aspire One.
Wie man einen USB-Stick (> 2GB-Speicher) mit einem bootfähigem Linux bespielt habe ich hier beschrieben.
Das Live-System
Dann den AAO neu starten und beim Boot-Screen die F12-Taste drücken, dann den USB-Stick (2. Eintrag) als Boot-Medium auswählen und schon startet die Linux-Distribution.
Die Installation
Ich habe Debian-based Distributionen und andere Distris ausprobiert (Debian, Ubuntu, XUbuntu, Puppy Linux, …). Als erstes wurde dann Ubuntu installiert (ext3-Filesystem) und zum Ubuntu Netbook Remix (8.04 Hardy Main) aufgerüstet. Die Boot-Zeit lag hier bei ca. 0:01:55.
Als zweites wollte ich das XUBUNTU (8.04 mit ext2-Filesystem) testen und habe es installiert. Die Installation dauert 1:15:46 (Ich habe die Stoppuhr an meine Ericsson t39m gefunden). Die Installation verläuft wie bei UBUNTU. In 7 Schritten werden die Informationen zu:
- Sprache
- Uhrzeit
- Tastaturlayout
- Partitionierung
- Name und Passwort
- ???
- ???
abgefragt. Danach legt der Installationsprozess los und bittet am Ende um ein Reboot des Systems. Das Live XUBUNTU fährt herunter und bootet das frisch installierte XUBUNTU von der internen SSD.
Der 1ste Boot
Folgende Zeiten habe ich für den Boot-Prozess gemessen:
- 0:00:05 bis zum Boot-Screen des AAO
- 0:00:50 bis zum Login (hier Zeit angehalten)
- 0:01:45 bis das System mit der Oberfläche zur Verfügung steht.

Die Oberfläche zeigt die obere und untere (Menü-) Leiste, und die Links auf den persönlichen Ordner (home-Verzeichnis des Benutzers), das Dateisystem (Hauptverzeichnis “/”) und (wenn beim booten vorhanden) die SD-Karte des linken SD-Kartenschachtes. Zusätzlich ist noch der obligatorische Papierkorb vorhanden.
So nun schnell die Funktionstasten des AAO durchtesten:
| Key / Taste | Funktion | Ergebnis |
| [Fn] + [<] [Fn] + [>] |
Bildschirmhelligkeit rauf / runter | funktioniert |
| [Fn] + [^] [Fn] + [v] |
Lautsprecher lauter / leiser | funktioniert |
| [Fn] + [Bild ^] [Fn] + [Bild v] |
Pos1 / Ende | funktioniert |
| [Fn] + [Rol v] [Fn] + [Num v] [v] |
Rollen / Numeric / Caps Lock | funktioniert |
| [Fn] + [F8] | Lautsprecher an / aus | funktioniert |
| [Fn] + [F7] | Touchpad an / aus | funktioniet |
| [Fn] + [F6] | Monitorbeleuchtung aus | funktioniert |
| [Fn] + [F5] | externer Bildschirm an VGA | |
| [Fn] + [F4] | Stand-By Mode | funktioniert |
| [HAUS] | Startmenü | |
| Touchpad | Scrollen horizontal / Vertikal | funktioniert |
| WLAN-Schalter | Schaltet WLAN au/aus mit gelber LED |
Ich war überrascht, dass doch so viele Funktionen sofort funktionieren
Screenshot – SCROT
Um die folgenden Aktivitäten zu dokmentieren, werde ich Screenshots der Anzeige machen, aber wie? Bei Ubuntu ist ein Screenshot-Programm vorinstalliert, bei Xubuntu finde ich nichts. Ich suche und finde im Internet SCROT. Um SCROT zu installieren öffne ich ein Terminal (quasi ein DOS-Fenster) im Startmenü > Zubehör > Terminal. Zur Installation gebe ich folgende Zeile ein:
sudo apt-get install scrot
Danach fragt Xubuntu nach dem Passwort (selbiges wie bei der Anmeldung) und etwas später nach einem [J] zur Bestätigung für die Installation.

Installation von SCROT über das Terminal
Damit SCROT auch schnell zu erreichen ist legt man es am besten auf die [Druck]-Taste.
Hierzu geht man im Startmenü > Einstellungen > Alle Einstellungen und wählt dann in den Xfce-Einstellungen die Tastatureinstellungen (unten links) aus. Nach Auswahl des Reiters “Tastenkürzel” muss mit dem linken [+ Add] Button noch eine neues Schema definiert werden (egal). und dann mit dem rechten [+ Add]-Button der Eintrag angelegt werden. In dem Fenster brauchen Sie einfach nur scrot eingeben und auf [OK] klicken. Danach erscheint das Fenster der Tasten abfrage, drücken Sie jetzt die [Druck]-Taste. Fertig, alle Fenster wieder schließen und gut.

Abb: Der Einstellungsbildschirm von Xfce.
Die folgenden Screenshots wurden HINTERHER erstellt!!




Mit jedem Druck auf die [Druck]-Taste wird ein Screenshot der Anzeige in dem persönliche Ordner gespeichert. SCROT funktioniert nicht wenn ein Menü der Startleiste auf ist, oder das Passwortfenster offen ist.
In dem persönlichen Ordner (Entspricht den Eigenen Dateien von Windows) stehen die Screenshots unter einem Dateinamen aus Datum und Uhrzeit.
Linux aktualisieren
In dem Systemtray, dem Bereich wo die Uhrzeit angezeigt wird, kann man anhand eines Symbols (roter nach unten zeigende Pfeil) erkennen, wenn Aktualisierungen der installierten Komponenten vorliegen.
Die Systemaktualisierung kann aber auch manuell über Startmenü > ………. gestartet werden.

Abb: Aktualisierungen werden gelesen

Abb: Aktualisierungsverwaltung
In der Anzeige kann man sehen, welche Programme upgedatet werden sollen. Durch einen Mausklick auf das vordere Kontollkästchen vor dem Eintrag kann man den Update des Programmes / Paketes verhindern. Durch einen finalen Klick auf [Aktualisierungen installieren] werden alle Aktualisierungen aus dem Internet heruntergeladen und installiert.
Bildschirmhintergrund
Der Standardhintergrund ist ja nett, aber ich möchte eher mein geliebtes Meja Praja aus Portugal sehen.
Ein Klick mit der rechten Maustaste auf den Bildschirmhintergrund und Auswahl von …. im Kontextmenü gelangt man in die Einstellungen der Arbeitsoberfläche.

Abb: Einstellungen der Arbeitsumgebung
Da ich ein anderes Bild auswählen möchte klicke ich hinter den aktuellen Dateinamen auf das Ordner-Symbol.
Es öffnet sich eine Dateiauswahl, in der ich mein neues Bild aussuche.

Abb: Auswahl der Bilddatei
Ein Klick auf [Open] und in der ersten Maske auf das obere Kreuz (schließen) und schon hat man einen neuen Hintergrund. Im Grunde wie unter Windows auch.

Meya Praya - Lagos - Portugal
Abb: Neues Bild auf dem Desktop
Sprachunterstützung
Der Desktop zeigt noch einige englische Teile, ist da so korrekt? Ich finde unter Startmenü > ??????? die Spracheinstellungen.

Das Fenster deutet auf eine unterschiedliche starke Anpassung der Sprachen hin, könnte ein Grund sein. Dann meldet der nächste Screen, dass nicht alle Teile installiert wurden, ich klicke auf [Installieren] und

hinterher kann ich keinen Unterschied feststellen.
Aber nun zu den notwendigen Dingen eines Betriebssystems:
Einrichten eines Drucker mit CUPS
Um Dokumente zu drucken, muss man einen Drucker einrichten. Dieses geht unter Xubuntu NICHT mit Startmenü > Einstellungen > Drucker hinzufügen, sondern nur über CUPS oder per Terminal. Aber so ganz ohne Terminal geht es auch nicht.
Ich habe einen Brother MFC-425CN, also ein Multifunktions-Center (Scan-Fax-Copie-Print) der nur im Netzwerk steht. Brother bietet ja unter http://solutions.brother.com/linux für seine Drucker Linux-Treiber an, aber leider keine Installation-Tools. Mein MFC-425CN muss mit den Treibern des MFC-210C arbeiten.

Am einfachsten ist die Installation über den CUPS Wrapper. Also erst einmal die Datei (.deb Dateiendung) herunterladen und dann vor der Installation einmalig die C-Shell installieren.
Die C-Shell ist eine spezielle Textkonsole, welche bei XUbuntu nicht standardmäßig installiert ist. Da die Scripte in den Paketen von Brother auf die C-Shell (csh ist die Kurzform) aufbauen, muss diese installiert werden.
Hierzu ein Terminal über das Startmenü > Zubehör > Terminal öffnen und den Befehl:
sudo apt-get install csh
eingeben, dann einfach folgen.

Abb: Installation c-Shell
Unter Ubuntu 8.04 ist ein Verzeichnis, welches die Brother Scripte erwarten nicht mehr vorhanden, dieses muss manuell mit :
sudo mkdir /usr/share/cups/model
angelegt werden. Danach kann der Cups Wrapper installiert werden, hier lautet der Syntax des Befehls:
sudo dpkg -i --force-all --force-architecture cupswrapperMFC210C-1.0.2-3.i386.deb

Abb: Installation des CUPS Wrapper
Die CUPS Steuerung ist nur über den Browser auf Port 631 erreichbar. Hierzu muss ein Browserfenste geöffnet und in der Adresszeile folgender Code eingegeben werden:
http://localhost:631
Ein Druck auf den Button [Drucker hinzufügen] bewirkt Wunder bei der Installation eines neuen Druckers.

Die Informationen zu dem Drucker eingegeben, [Fortsetzen] klicken,

Nun den Anschluß auswählen. CUPS hat hier schon den Drucker im Heim-Netzwerk erkannt.
Den Anschluß auswählen und dann wieder auf [Fortsetzen] klicken.

Wenn der Treiber nicht aufgelistet ist einfach auf [Durchsuchen] klicken und im folgenden Fenster in das Verzeichnis /usr/share/cups/model wechseln und die PPD-Datei auswählen.

Auf [Öffnen] klicken und in der CUPS Steuerung auf [Drucker hinzufügen] klicken

Dann erscheint automatisch der Einstellbereich für die Standardparameter, welche zumindest in Deutschland auf A4 für die Seitengröße geändert werden sollte.


Dieses ist so etwas wie die Managementzentrale für alle Drucker am Rechnern.
Eine Testseite zur Probe und …


und hat funktioniert!!! Juhu ein wichtiger Schritt ist erreicht.
Netzzugriff auf SAMBA
Als nächstes muss ich auf meine Verzeichnisse im Netzwerk zugreifen. Hier zu unterhalte ich einen Ubuntu 8.04 Linux Server mit Samba in meinem Netzwerk. Alle Freigaben sind mit User namen und Passwort geschützt.

Von Ubuntu kenne ich den Netzwerkzugriff in Nautilus (Dateimanager von Gnome) auf der linken Seite, der fehlt aber anscheinen komplett in Thunar. Nach einer Recherche im Internet steht fest, ja, der Zugriff auf Samba fehlt Xubuntu.
Als Lösung kann man FUSESMB nutzen, hierzu öffnet man ein Terminal über Startmenü > Zubehör > Terminal und gibt folgendes ein:
Wenn das alles durch ist und FuseSMB installiert wurde, muss man irgendwo einen Ordner “Netzwerk” anlegen, unter dem die Samba-Freigaben erscheinen sollen. Ich habe im Terminal mit mkdir Netzwerk Verzeichnis “Netzwerk” in meinem persönlichen Ordner angelegt.
Mit dem Befehl fusesmb ~/Netzwerk, werden nun alle Samba-Freigaben in dem Ordner ”Netzwerk” angezeigt.



Es funktioniert!! Nur ein Problem quält mich, fusesmb unterstützt die Sicherheit mit Passwort abfrage anscheinend nicht. Ein absolutes No-Go für mich, ich benötige die Freigaben, besonders, da der AAO keine 80GB Festplatte hat.
Somit endet der Versuch XUBUNTU auf dem AAO zu nutzen hier. Das gelernte kann ich aber unter Ubuntu noch verwenden. Also auf ein nächstes (mit Ubuntu).
